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Weiß wiegt zu viel…

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Das Spektrum der auf dem Automobilmarkt erhältlichen Farben geht wohl in die Zehntausende. Jedes Jahr erscheinen neue Farben, mit denen die Hersteller zum Kauf ihrer einzigartigen, dem Modell genau angepassten Farbgebung anregen wollen. Haben sie sich eventuell überlegt, warum wir eine bestimmte Marke oder gar einen bestimmten Autotyp mit einer konkreten Farbe assoziieren?

Was bedeutet das eigentlich: Die Farbe ist dem Modell angepasst?

Im Lauf der Jahre haben viele Automarken versucht, ihren ganz eigenen Stil beizubehalten, und das tun viele bis heute. Mit der Farbe des Lacks verhält es sich genauso. Wenn wir an einen Mercedes denken, haben wir dann die Farbe Grün vor Augen, oder vielleicht Rot - oder denken wir an Silber? Es lässt sich nicht verleugnen, dass sich eine Luxus-Automarke in der Farbgebung Silber wohl am besten fühlt, insbesondere der Code OEM 744 dürften so einigen gut bekannt sein. Dies ist die populärste Mercedes-Farbe, und es hätte nicht viel gefehlt, dass dies Kultstatus erreicht hätte, wäre da nicht die Tatsache, dass der Mercedes W25 im Jahr 1934 zu einem Rennen antreten sollte, zuvor aber auf die Waage musste. Und es stellte sich heraus, dass er 751 kg wog, ein Kilogramm mehr als die Zuschriften zuließen. Wichtige Persönlichkeiten und Entscheidungsträger von Mercedes kamen überein, dass der weiße Lack vom Auto abgekratzt werden musste, womit dieser leichter wurde. So wie ausgedacht, so ging man auch vor, wodurch das Aluminium-Fahrgestell des Mercedes sichtbar wurde, der tags drauf das entsprechende Gewicht aufwies und beim Wettrennen starten konnte. Wenn wir ein solches Auto sehen, assoziieren wir dieses zweifellos mit Luxus und einem sportlichen Charakter. Apropos: sportlicher Charakter. Wir sollten überdies nicht die anderen Farben vergessen, die mit einer bestimmten Automarke sozusagen identisch sind. Es geht um die Farbe Rot - und natürlich um Ferrari.

Die Genese für die Verwendung genau dieser Farbe für diese Marke ist in gewisser Weise mit der Geschichte von Mercedes verbunden. So wie der Mercedes für das Renne hätte weiß sein sollen (später dann silberfarben), so wurde den Italienern ihre Farbe bei dem ersten internationalen Rennen gewissermaßen aufgezwungen. Das Unternehmen mit dem Zeichen des schwarzen Pferdes (das Pferd selbst ist eine ganz eigene Geschichte)blieb dieser Farbe treu. heute assoziiert jeder dieses Rot mit den Sportwagen von Ferrari.

Charakter und Farbe des Autos

Die Wahl der Farbe ist ein Aspekt, der uns zu denken geben sollte, wenn wir uns entscheiden, wozu uns ein Auto dienen soll. Wenn wir nämlich eine renommierte Limousine für die Firma anschaffen, z.B. für unseren Vorstandsvorsitzenden, wird die Farbe zumeist eher dunkel ausfallen, denn genau diese Farbtöne verbinden wir mit Luxus, Prestige und Autorität. So wählen wir denn Schwarz, Dunkelblau, Mahagoni oder Dunkelgrau. Heute hingegen gefallen dem Vorsitzenden entsprechend der vorherrschenden Mode für die Limousine eher Weiß oder Perlweiß. Kleine Stadtflitzer sind in der Regel in grelleren Farben gehalten: Himbeere, Limone, Gelb, Orange, Rot oder Grün. Oft entscheiden sich Frauen für diese Farben, und weil sich das schöne Geschlecht gern hervorheben will, so ist ein Auto genau in diesen Farben genau das Richtige. Sportautos assoziiert man seit jeher mit Rot oder Schwarz, demletzt ist auch Weiß wieder populärer geworden. SUV oder große Geländewagen werden zumeist in dunkleren Farben ausgewählt, weil auch meist nur solche erhältlich sind. Obwohl aber auch oft interessantere und originellere Farbtöne gesucht werden. Für einen SUV in Weiß muss man mittlerweile Schlange stehen. In letzter Zeit sind auch andere Farben in Mode und gewinnen an Popularität, beispielsweise: Saphir, Rotbraun, Dunkelrot oder Goldbraun. Jede Automobilfirma führt überdies Namen ein, die oft mehr als nur exotisch klingen, z.B. Grün - Emerald (Opel Insignia), Braun-Mahagonie (Zafira Tourer), Arctic White oder Titanium Flash (Mazda CX5) oder Soul Red – ein dreischichtiger Lack, der die Farbe zur Einführung des Mazda 6 auf den Markt darstellt. Alle diese Lacke sind bereits "metallic", wodurch die Fahrzeuge sehr viel eindrucksvoller wirken.

Vor einigen Jahren noch assoziierte man Weiß mit dem Erscheinungsbild eines Firmenwagens. Ein Auto in dieser Farbe kann auch recht leicht mit Reklame beklebt werden. Der individuelle Kunde hingegen ist an weißen Fahrzeugen überhaupt nicht interessiert. Verkäufer mussten für derlei Fahrzeuge recht oft die Preise herabsetzen. Seit drei Jahren allerdings ist Weiß oder die Variante Perlweiß, eine der nachgefragtesten und am häufigsten gekauften und modischsten Farbgebungen in den Autosalons. Dies bestätigen Angaben der Hersteller von Kfz-Lacken wie z.B. die Marke Profix.

Diese Farbe ist nicht allein in Polen populär, sondern auf sämtlichen globalen Weltmärkten . Merkwürdigerweise gefallen uns in Weiß Autos aus unterschiedlichen Segmenten: kleine und Mittelklassewagen, Luxuslimousinen, SUV, und was in der Tat interessant ist, auch Sportfahrzeuge. Noch vor einigen Jahren konnte sich niemand Ferrari in einer anderen Farbe als Rot vorstellen - und jetzt sind Ferrari in Weiß ganz einfach Top! Den zweiten Platz nimmt hier das Schwarz ein, und man kann sich hier nur schwer eine praktisch orientierte Kaufhaltung vorstellen, denn sowohl Weiß wie auch Schwarz sind eigentlich die für Autos am wenigsten praktischen Farben. Auf Platz 3 liegt seit Jahren schon Silber. Auf den weiteren Plätzen liegen: Grau, Rot, Blau, Braun und Orange. Obwohl es hier verschiedene Rankings gibt, so ist dennoch Weiß stets auf dem ersten Platz, die Reihenfolge in der Popularität der Farben gestaltet sich im Prinzip genauso - die Unterschiede liegen in nur kleinen prozentualen Abweichungen.

Die unverminderte Popularität der obigen Farben und ihrer zeitlosen Universalität bestätigt sich, wenn wir uns unter den am meisten nachgefragten Farben in Programmen für Renovierungen von Lack umsehen. Die Rankings, von den Usern der Systeme für die Wahl von Farben der Marke Profix erstellt wurden, decken sich mit den auf dem Markt vorherrschenden Trends.

Bereits im Jahr 2012 waren Weiß und Perlweiß die populärsten Farben nicht allein in Europa, sondern auch in Nordamerika (seit 6 Jahren an der Spitze). in Japan, Südkorea, Russland und Südafrika. Hinsichtlich der Beliebtheit von Weiß begann man, Luxuslimousinen in dieser Farbe anzufertigen, war zuvor ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre. Auch in anderen Automobil-Segmenten lag Weiß an der Spitze, weswegen die Hersteller "in Weiß" begannen, sämtliche Fahrzeuge so "einzukleiden": kleine und Mittelklassewagen, SUV, Sportfahrzeuge - bis hin zu Lastkraftwagen. Schwarze Autos wählen vor allem Fahrer in China. Silbergefällt am meisten in Südamerika und Brasilien. Rot, Grau, Braun und deren Farbvarianten sind Farben, die einen stetigen Popularitätszuwachs verzeichnen. Blau hingegen liegt bereits seit einigen Jahren auf der gleichen Position, d.h. diese Farbe hat einen einige Prozentpunkte betragenden Anteil auf dem polnischen wie dem globalen Markt. An der Farbe für das Fahrzeugdesign arbeiten ganze Projektteams, die sich bemühen, die für ein Modell beste Farbe herauszukristallieren. Danach promoten diese die Marketingexperten. Sehr wichtig scheint die sog. "Markteinführungsfarbe" zu sein, d.h. die Farbe, die sich für ein ganz bestimmtes Modell am besten bewährt und die wir in den verschiedenen Formen der Reklame zunächst sehen werden. Von großer Bedeutung ist die "Markteinführungsfarbe", d.h. diejenige, die wir in den verschiedenen Formen der Reklame zu sehen bekommen werden. Sehr wichtig ist die sog. "Markteinführungsfarbe" , d.h. eine solche, die sich nach Meinung der Experten bei einem bestimmtem Modell am besten eignet und das wir in den unterschiedlichen Arten von Reklame zu sehen bekommen werden. Es kam allerdings auch schon vor, dass eine schlecht ausgewählte Farbe über das Leben eines Fahrzeugs entschied - d.h. ein Modell in einer vollkommen unpassenden Farbe konnte sich ganz einfach nicht durchsetzen (nicht einmal Multiple) - wie z.B. der Dodge Charger in der Farbe Pale Yellow (Igitt!).